Diesel, Politik und Panik

Dass der Diesel seit der Implantierung des TDI im Fiat Croma 1987 ein mehrheitsfähiger Antrieb im PKW ist, war praktisch drei Jahrzehnte lang unstreitig. Dass er ein NOX-Problem hat, ist auch schon eine Weile bekannt. Dass das Problem nun nicht die Welt aus den Angeln hebt und außerdem auch weitgehend behebbar ist, sollte  auch klar sein. Das wird ja auch an der gestrigen Entscheidung des BVerwG deutlich. Denn es wurde nicht etwa ein Fahrverbot -besser: Verkehrsverbot- für ältere Diesel angeordnet; lediglich die Möglichkeit hierfür wurde den Kommunen gegeben, aber nur als ultima ratio, wenn also andere, mildere Mittel nicht reichen, um die verbindlichen NOX-Grenzwerte einzuhalten. Im Rahmen der Verhältnismäßigkeit werden nicht, wie nach der Plakettenverordnung, ganze Innerstädte von Verkehrsverboten betroffen sein, sondern nur einzelne Straßen bzw. Straßenabschnitte und auch nur solange und soweit die Grenzwerte überschritten werden.

Trotzdem sind die Folgen panikartig. Keiner will mehr einen Diesel und wer einen hat, will ihn loswerden. Dies wird schon bald dazu führen, dass nirgends mehr die Grenzwerte für NOX überschritten werden, weil sich der Dieselbestand sukzessive verringern wird.
Die Empfehlung ist also ganz klar: immer schön locker bleiben und abwarten. Inzwischen wird es herrliche Autos für kleines Geld zu kaufen geben, leider nur Euro 5, aber, warum nicht?

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